Schädlinge bei Cannabis

Schädlinge bei Cannabis

Jeder Grower der mal etwas zu viel von sich hält wird irgendwann in den Genuss verschiedenster Schädlinge kommen. Das passiert wenn man zu sehr von sich selbst überzeugt ist und anfängt wichtige Sachen liegen zu lassen bzw zu vernachlässigen. Darunter dann auch die Luftfeuchtigkeit und die Luftzirkulation. Wird es in der Box zu warm und zu trocken kommen schnell alle möglichen Schädlinge vorbei um an euren Pflanzen zu knabbern.

Wir zeigen euch wie ihr diese Schädlinge identifizieren könnt und was gegen sie hilft.

 

Übersicht der Schädlinge

Thripse

thripse cannabis

Thripse sind nur knapp 2mm groß und können am besten unter dem Mikroskop identifiziert werden. Sie treten bei feucht-warmen Wetter auf. Sie treten am häufigsten in Indoor Plantagen auf.

Schadbild

Thrips-Larven und ausgewachsene Thripse saugen an den Blättern der Pflanze einzelne Zellen aus und zerstören sie somit. Die Pflanze hat irgendwann nicht mehr genügend Chlorophyll aufgrund der Zellschädigung am Blattwerk und kann nicht mehr Atmen.

Beim fressen hinterlassen Thrips und ihre Larven silberne Fraßspuren die leicht zu erkennen sind.  Ausserdem sind die Blätter durch die punktierung der Fraßstellen mit kleinen hellen Punkten übersäht.

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Spinnmilben

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Spinnmilben sind sehr kleine 0,3-0,6mm große Spinntiere. Sie saugen ebenfalls mit ihren Stechorganen die Zellen in den Blättern leer. Sie sitzen meist auf der Unterseite des Blattes. Sie bevorzugen trockenes Terrain.

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Spinnmilben sind die häufigsten Schädlinge im indoor Bereich. Sie setzen sich auf die Blatt unterseiten der Pflanzen und vermehren sich dort rasend schnell. Zu erkennen ist das an den hellen Punkten auf der Blattoberseite.

 

Trauermücken

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Die Trauermücke ist nicht direkt gefährlich für die Pflanzen. Sie überträgt allerdings Pilzsporen die sie mit sich bringt. Ihre Larven hingegen sind sehr schädlich für die Pflanze.

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Die Larven der Trauermücke dringen in die Erde ein und fressen an den Wurzeln.  Die Pflanzen zeigen deutlichen Kümmerwuchs und hängende Blätter da nicht mehr richtig Feuchtigkeit aufgenommen werden kann. Hier muss sehr schnell behandelt werden da sonst der gesamte Pflanzenbestand vernichtet wird.

 

Weisse Fliegen

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Weisse Fliegen sind ca 2-4mm große Schädlinge die sehr leicht auffallen. Die Eier befinden sich unter den Blättern und sind bis zu ihrer entgültigen verpuppung und schlüpfen unbeweglich.

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Weisse Fliegen erkennt man am besten daran dass sie unmengen an Dreck hinterlassen. Die Blätter werden mit einem silber-schleimigen Film beschmiert da die Tiere überall ihren Kot hinterlassen. Stark befallene Blätter fallen frühzeitig ab was dazu führt dass die Pflanze irgendwann ganz kahl ist und aufgrund von Chlorophyllmangel nicht mehr Atmen kann und stirbt.

 

Weichhautmilben

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Die Weichhautmilbe ist im Indoor-Bereich ein kaum zu bekämpfender Schädling und ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Ein Befall führt in den meisten Fällen zum Tot der Pflanze.  Die etwa 0,15-0,2mm großen Schädlinge haben einen fast durchsichtigen Körper. Hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt das Wachstum der Weichhautmilbe welche sich sehr gerne an den Zellschichten der Pflanze sattfrisst. Weichhautmilben kann man selbst mit dem Mikroskop kaum bis gar nicht ausfindig machen. Meist findet man mit Glück ihre Eier die sie in Blattnarben ablegen. Sie kann bei Cannabis Pflanzen starke bis irreparabele Schäden anrichten.

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Der Befall tritt oft Nestweise auf und führt dazu dass sich die Blätter der Pflanze anfangen zu kräuseln. Ein weiteres Erkennungsmerkmal sind verkümmerungen einzelner Triebe, Braunfärbung der Vegetationspunkte und verkrüppelung und vertrocknung der Blüten.

 

Blattläuse

schädlinge blattläuse
Blattläuse gibt es in mehreren Farben und Variationen. Die bekannteste ist allerdings die schwarze und grüne Blattlaus. Hiervon gibt es geflügelte sowie unbeflügelte Tiere. Letztere sind für die massenhafte Vermehrung zuständig.

Schadbild

Ein Befall führt zu Stauchungen, verkümmerte Blätter, irritation und dadurch frühzeitiger abwurf der Blätter und ebenso ein verkümmerter Wuchs der Blüten.

 

 

Bekämpfung

Chemiekeule

Hiervon raten wir grundätzlich ab da die chemischen Stoffe nicht nur die Schädlinge treffen sondern auch in die Pflanzen einziehen und ebenso schädlich für den Menschen sind. Schlecht riechendes oder schmeckendes Cannabis sind die Folge mit garantiertem Gesundheitsrisiko.

 

Nützlinge

Dies ist wohl die humanste Methode bei der Schädlingsbekämpfung im Growroom. Bei Spinnmilben werden beispielsweise Raubmilben eingesetzt. Diese vergreifen sich nicht an den Pflanzen und ernähren sich nur von Spinnmilben und derren Larven. Für kleine Growrooms ist diese Methode ideal, die Raubmilben sterben nachdem sie alles aufgefressen haben. Weitere Möglichkeiten gegen Schädlinge sind Florfliegenlarven, Marienkäfer aber auch Gelbtafeln.

Eine ganze Palette an Nützlingen könnt ihr hier bestellen: https://www.schneckenprofi.de/nuetzlinge-thrips.html

Bio-Bekämpfungsmittel

Nach unserer Erfahrung bilden Biologische Kampfstoffe die nur die Schädlinge angreifen die beste Methode um sich die Schädlinge vom Leib zu halten. Hier sollte aber darauf geachtet werden dass auch hier 2 Wochen vor der Ernte nicht mehr behandelt werden sollte.

Ein sehr gutes Mittelchen ist Spruzid von Neudorff. Hier wird eine Mischung aus Natur-Pyrethrum und Rapsöl verwendet. Dies sorgt dafür dass nicht nur die ausgewachsenen Schädlinge angegriffen werden sondern auch die Larven und Eier. Das Rapsöl legt sich wie ein Film auf die Schädlinge sowie ihrer Brut und erstickt sie. Je nach stärke des Befalls muss hier mindestens 3 mal behandelt werden damit man wirklich jeden Schädling bekommt. Die Eier sind das hartnäckigste. Alternativ hilft aber auch Schädlings-Frei von Compo. Wer über Amazon Prime verfügt kann dies unkompliziert hier erwerben.

 

Ersticken

Diese Methode empfehlen wir nicht da hier nicht nur den Schädlingen die Luft genommen wird sondern auch der Pflanze selbst. Hierbei wird eine durchsichtige Plastiktüte über die Pflanze gestülpt sodass kein Sauerstoff mehr an die Schädlinge gelangen kann. Dadurch werden sie erstickt. Das Problem daran ist, sterben sie nicht schnell genug stirbt eure Pflanze gleich mit.